Was auf dem Tisch steht, entscheidet, ob eine WG sich nach Zuhause anfühlt. In unseren Häusern wird jeden Tag frisch gekocht — mit den Bewohner:innen, für die Bewohner:innen.
Die Küche ist der Herzraum
Anders als im Pflegeheim gibt es keine Zentralküche. Das Team kocht direkt in der WG — meist gemeinsam mit den Bewohner:innen, die noch mögen. Kartoffeln schälen, Salat waschen, umrühren: das gehört zum Tag und macht satt, bevor der erste Bissen auf dem Teller liegt.
Vorlieben werden beachtet
Wer sein Leben lang Kartoffeln zu Rouladen gegessen hat, wird nicht plötzlich Couscous serviert bekommen. Zum Wochenbeginn spricht das Team mit allen ab, was auf den Tisch kommt — Bewohner:innen mit Diabetes, glutenfrei oder ohne Schweinefleisch werden dabei mitgedacht. Auch religiöse Vorgaben (koscher, halal, Fastenzeiten) berücksichtigen wir, wenn sie mitgeteilt werden.
Ein Tag in der WG
- 07:00 – 09:30 Aufstehen, Körperpflege, Frühstück in Etappen
- 10:00 Gemeinsame Bewegung, Gymnastik oder Spaziergang
- 12:30 Frisch gekochtes Mittagessen — meist warm, gerne mit Nachtisch
- 13:30 – 15:00 Ruhezeit, wer möchte legt sich hin
- 15:00 Kaffee und Kuchen (freitags mit selbstgebackenem)
- 16:00 – 18:00 Aktivierung: Vorlesen, Basteln, Gedächtnistraining, Musik
- 18:00 Leichtes Abendessen — auch mal Nudeln oder Pizza
- 19:00 – 21:00 Ausklang mit Nachrichten, Musik, Gespräch
- 21:00 – 22:00 Zu-Bett-Bringen und Übergabe an den Nachtdienst
Alles kann, nichts muss. Wer lieber in seinem Zimmer isst, tut das. Wer erst um 10 Uhr aufsteht, tut das auch. Der Alltag ist Struktur ohne Zwang.
Feste, Feiern und Rituale
Geburtstage werden mit Torte gefeiert, Weihnachten mit Baum und Liedern, Sommer mit Grillabend auf der Terrasse. Angehörige sind herzlich eingeladen — es gibt keine Besuchszeiten. Mehr dazu im Artikel Besuch und Angehörige.