Wenn die häusliche Versorgung nicht mehr reicht, das Pflegeheim aber zu groß und unpersönlich wirkt, suchen viele Familien nach einer Wohnform dazwischen. Die anbieterverantwortete Pflege-Wohngemeinschaft — kurz Pflege-WG — ist genau dieser Mittelweg.
In einer Pflege-WG leben 6 bis 12 Menschen mit Pflegebedarf zusammen in einer großen Wohnung oder einem Haus. Jede Person hat ihr eigenes Zimmer mit eigenen Möbeln, geteilt werden Küche, Wohn- und Esszimmer. Eine Präsenzkraft ist 24 Stunden vor Ort, die pflegerische Versorgung übernimmt ein ambulanter Pflegedienst — bei anbieterverantworteten WGs genau ein Anbieter, der für Konzept und Qualität geradesteht.
Drei Merkmale, die jede Pflege-WG erfüllt
- Eigenes Zimmer, gemeinsamer Alltag. Bewohner:innen bringen eigene Möbel mit; gegessen wird gemeinsam.
- 24/7 Präsenz. Eine Betreuungskraft ist Tag und Nacht im Haus, in Demenz-WGs zusätzlich Pflegefachkräfte.
- Selbstbestimmung. Die WG ist Ihre Wohnung — Tagesablauf, Besuche, Essenszeiten gestalten Sie mit.
„Die WG fühlt sich nach drei Wochen schon nach Zuhause an — meine Mutter hat ihren Sessel mitgebracht, und beim Mittagessen lacht sie wieder." — Frau K., Tochter einer Bewohnerin
Was unterscheidet anbieterverantwortet von selbstverantwortet?
In Berlin gibt es zwei Formen der Pflege-WG: selbstverantwortet (die Bewohner:innen bzw. ihre Angehörigen organisieren die WG selbst) und anbieterverantwortet (ein Pflegedienst übernimmt Konzept, Personal und Alltag). Unsere WGs sind anbieterverantwortet nach dem Berliner Wohnteilhabegesetz (WTG). Das heißt in der Praxis: Sie ziehen ein, unterschreiben zwei Verträge (Miete und Pflege) — den Rest organisieren wir.
Für wen eignet sich eine Pflege-WG?
Eine Pflege-WG ist meist die richtige Wahl, wenn
- allein leben nicht mehr sicher ist — aber das Pflegeheim zu anonym wäre,
- Pflegegrad 3 oder höher vorliegt (mit Pflegegrad 2 mit Höherstufungsantrag),
- Familie in der Nähe wohnt und regelmäßig besuchen möchte,
- Gemeinschaft und Tagesstruktur wichtiger sind als ein Zimmer für sich.
Wie sieht der Alltag aus?
Es gibt keinen festen Stundenplan. Morgens hilft eine Pflegekraft beim Waschen und Anziehen. Um 8 Uhr sitzen alle am Frühstückstisch — wer möchte. Vormittags wird eingekauft, gebacken, spazieren gegangen. Mittags gibt es frisch gekochtes Essen, Nachmittags Kaffee und Kuchen, abends leichte Kost. Dazwischen: Gymnastik, Gedächtnistraining, Musiktherapie, Vorlesen. Jede WG hat eigene Rituale — die entstehen mit den Menschen, die dort leben.
Was kostet eine Pflege-WG?
Drei Posten: Miete an den Vermieter, Pflegekosten an den Pflegedienst und Verwahrgeld für Lebensunterhalt, Verpflegung, Hauswirtschaft und Wohngruppenzuschlag. Der persönliche Eigenanteil hängt vom Pflegegrad und den individuellen Leistungen der Pflegekasse ab. Wir rechnen das gerne mit Ihnen durch — kostenlos.
So finden Sie den richtigen Platz
Nutzen Sie unseren Vergleich aller Pflege-WGs in Berlin, filtern Sie nach Bezirk und freien Plätzen, und rufen Sie uns an — wir kennen jede Hausleitung persönlich und begleiten Sie zur Besichtigung.