Über die Wohngemeinschaft
Eigenständig leben und dort Unterstützung erhalten, wo sie gebraucht wird:
Die WG Große Prenzlauer Promenade bietet zehn jüngeren Menschen mit Handicap ein gemeinschaftliches Zuhause in Berlin-Pankow. Die Wohnform richtet sich an Menschen mit einem höheren Unterstützungs- und Pflegebedarf, die ihr Leben trotzdem möglichst selbstbestimmt gestalten möchten. Persönliche Wünsche, Gewohnheiten und individuelle Tagesabläufe spielen dabei eine wichtige Rolle. Starre Strukturen sollen vermieden werden.
Die großzügigen und barrierefreien Räumlichkeiten bieten viel Bewegungsfreiheit und sind auch für Menschen geeignet, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind.
Zehn großzügige Einzelzimmer
Die WG verfügt über zehn Einzelzimmer. Doppelzimmer gibt es nicht.
Die Zimmer sind unterschiedlich groß und bieten zwischen etwa 15 und 24 m² persönlichen Wohnraum. Insgesamt umfasst die Wohngemeinschaft rund 420 m². Alle Zimmer werden individuell eingerichtet. Eigene Möbel, Bilder, persönliche Gegenstände und vertraute Erinnerungsstücke können mitgebracht werden. Die Zimmer sind groß und hell. Besonders praktisch: Fünf Zimmer verfügen über einen direkten Ausgang nach draußen.
Damit verbindet die WG viel persönlichen Wohnraum mit großzügigen Gemeinschaftsflächen.
Viel Platz und Bewegungsfreiheit
Die Wohngemeinschaft befindet sich in Räumlichkeiten eines ehemaligen Autohauses im Prenzlauer Carree. Dadurch ist ein großzügiger Grundriss mit viel Bewegungsfläche entstanden. Die Räume eignen sich auch gut für Menschen, die einen Rollstuhl nutzen. Zum gemeinschaftlichen Bereich gehören ein Gemeinschaftswohnzimmer und ein Essbereich. Außerdem steht ein Hofbereich zur Verfügung.
Für jüngere Menschen mit Handicap
Die Große Prenzlauer Promenade richtet sich gezielt an jüngere Menschen mit Handicap, die trotz eines höheren Unterstützungsbedarfs möglichst eigenständig und selbstbestimmt leben möchten. Typischerweise leben hier Menschen mit den Pflegegraden 3 bis 5.
Die WG ist besonders für Menschen geeignet, für die ein vollständig eigenständiges Leben in der bisherigen Wohnung nicht mehr möglich ist – beispielsweise aufgrund baulicher Barrieren oder weil die notwendige Unterstützung dort nicht ausreichend organisiert werden kann.
Dabei steht nicht die Einschränkung im Mittelpunkt, sondern die Frage:
Was kann und möchte die Person weiterhin selbst entscheiden und selbst gestalten?
Selbstbestimmung trotz Unterstützungsbedarf
Die Bewohner:innen sollen möglichst viel Verantwortung für den eigenen Alltag behalten. Persönliche Wünsche und Gewohnheiten können berücksichtigt werden, weil es keine streng vorgegebenen Tagesabläufe gibt. Die Mitarbeitenden unterstützen dort, wo Hilfe benötigt wird, und fördern gleichzeitig vorhandene Fähigkeiten und Selbstständigkeit.
Der Pflegeansatz ist personenzentriert. Unterstützung soll nicht dazu führen, dass Bewohner:innen unnötig Selbstständigkeit verlieren. So entsteht ein geschützter Rahmen, der gleichzeitig Raum für persönliche Entscheidungen lässt.
Teilhabe am Leben und am Arbeitsleben
Ein besonderer Schwerpunkt der WG ist die Teilhabe am gesellschaftlichen und beruflichen Leben. Bewohner:innen können bei Einkäufen, Arztbesuchen und Veranstaltungen begleitet werden. Ergänzend stehen Angebote des Betreuten Einzelwohnens beziehungsweise der Einzelfallhilfe zur Verfügung.
Für Bewohner:innen, die in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung tätig sind, kann auch das Arbeitsleben weiterhin fester Bestandteil des Alltags bleiben. Damit bietet die WG nicht nur pflegerische Unterstützung. Sie schafft gleichzeitig Voraussetzungen dafür, Kontakte, Beschäftigung und möglichst viele Bereiche des bisherigen Lebens aufrechtzuerhalten.
Zwei rollstuhlgerechte Bäder
Für die zehn Bewohner:innen stehen zwei Gemeinschaftsbäder und zwei WCs zur Verfügung.
Die einzelnen Zimmer verfügen nicht über ein eigenes Bad oder WC. Beide Gemeinschaftsbäder sind rollstuhlgerecht beziehungsweise für pflegerische Unterstützung geeignet.
WLAN und ein Telefonanschluss sind vorhanden. Fernsehen ist über WLAN möglich. Eine separate Notrufmöglichkeit direkt in den Bewohnerzimmern gibt es nicht.
Barrierefrei im Erdgeschoss
Die Wohngemeinschaft befindet sich im Erdgeschoss und ist barrierefrei erreichbar. Ein Aufzug ist ebenfalls vorhanden. Parkmöglichkeiten für Besucher:innen und Angehörige stehen zur Verfügung. Die großzügigen Flächen ermöglichen auch Menschen mit Mobilitätseinschränkungen eine gute Bewegungsfreiheit innerhalb der WG.
Das ist eine der wesentlichen Stärken dieser Wohnform: viel Platz, barrierefreie Zugänge und ein Umfeld, das möglichst viel eigene Mobilität unterstützt.
Etwas zurückgesetzt von der Prenzlauer Promenade
Die WG befindet sich im Prenzlauer Carree und liegt etwas abseits der Hauptstraße. In unmittelbarer Nähe befinden sich das Neumann Forum, Netto, Getränke Hoffmann und McDonald’s sowie weitere Angebote im Vinetakiez. Damit sind zahlreiche Dinge des täglichen Bedarfs schnell erreichbar.
Anbindung an Tram und U-Bahn
Die Wohngemeinschaft ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.
Angehörige bleiben eingebunden
Angehörige und andere wichtige Bezugspersonen können weiterhin Teil des WG-Lebens bleiben. Sofern An- und Zugehörige vorhanden sind, werden sie in den Alltag der Wohngemeinschaft einbezogen.
Die Wohnform versteht sich nicht als klassische Vollversorgung. Die Beteiligung von Angehörigen und anderen Bezugspersonen ist ausdrücklich erwünscht.
Ein geschützter Rahmen mit möglichst viel Freiheit
Die Große Prenzlauer Promenade verbindet pflegerische Unterstützung, Barrierefreiheit und Selbstbestimmung. Die überschaubare Gemeinschaft ermöglicht es, persönliche Wünsche und Vorlieben stärker zu berücksichtigen. Bewohner:innen sollen entsprechend ihrer Möglichkeiten Entscheidungen treffen, ihren Alltag mitgestalten und weiterhin am gesellschaftlichen und beruflichen Leben teilnehmen können.
Der Anspruch ist dabei klar: So viel Unterstützung wie nötig – und so viel Selbstständigkeit wie möglich.