Über die Wohngemeinschaft
Die WG Weser bietet elf jüngeren Menschen mit Handicap und höherem Pflege- und Unterstützungsbedarf ein gemeinschaftliches Zuhause in Berlin-Alt-Hohenschönhausen. Die Wohnform richtet sich an Menschen, die in einer eigenen Wohnung nicht mehr ausreichend versorgt werden können, ihren Alltag aber weiterhin möglichst eigenständig gestalten möchten. Persönliche Wünsche, Gewohnheiten und individuelle Bedürfnisse stehen deshalb im Mittelpunkt.
Die Bewohner:innen sollen nicht nur pflegerisch unterstützt werden, sondern weiterhin am gesellschaftlichen Leben und – wenn möglich – auch am Arbeitsleben teilnehmen.
11 Einzelzimmer für persönlichen Freiraum
Die WG verfügt über elf Einzelzimmer. Die Zimmer sind unterschiedlich groß und bieten zwischen etwa 13,75 und 16,04 m² persönlichen Wohnraum. Insgesamt umfasst die Wohngemeinschaft rund 361,36 m².
Die privaten Zimmer werden nicht möbliert übergeben. Eigene Möbel, Bilder, Erinnerungsstücke und persönliche Gegenstände können mitgebracht werden. So kann jede Bewohnerin und jeder Bewohner einen individuellen Rückzugsort gestalten. Je nach Lage reicht der Blick entweder auf die Konrad-Wolf-Straße oder in Richtung Sportforum Hohenschönhausen.
Großzügige Räume und viel Bewegungsfreiheit
Die WG befindet sich in einem ehemaligen Bürogebäude am Sportforum Hohenschönhausen.
Der großzügige Grundriss bietet viel Bewegungsfläche und lange Flurbereiche. Dadurch eignet sich die Wohnform auch gut für Menschen, die einen Rollstuhl nutzen oder im Alltag mehr Platz für ihre Mobilität benötigen.
Zum gemeinsamen Wohnbereich gehören ein Gemeinschaftswohnzimmer, ein Essbereich und eine Küche. Gemeinschaft und persönlicher Rückzug können damit gut miteinander verbunden werden.
Für jüngere Menschen mit Handicap und höherem Unterstützungsbedarf
Die WG Weser richtet sich gezielt an jüngere Menschen mit Handicap und erheblichem Hilfebedarf. Typischerweise leben hier Menschen mit einem Pflegegrad zwischen 3 und 5. Besonders geeignet ist die WG für Menschen, die trotz eines höheren Unterstützungsbedarfs möglichst eigenständig und selbstbestimmt leben möchten. Für Menschen mit nur geringem Pflegebedarf ist diese Wohnform weniger geeignet.
Selbstbestimmung trotz Pflegebedarf
Auch bei einem hohen Unterstützungsbedarf sollen Bewohner:innen möglichst viele Entscheidungen selbst treffen können. Die Pflege orientiert sich deshalb an einem personenzentrierten Ansatz. Dabei stehen die einzelne Person, ihre Fähigkeiten, Wünsche und Gewohnheiten im Mittelpunkt. Starre Tagesabläufe sollen vermieden werden. Stattdessen wird individuell geschaut, welche Unterstützung benötigt wird und was Bewohner:innen selbst übernehmen oder entscheiden möchten.
Das Ziel ist klar:
So viel Unterstützung wie nötig – und so viel Selbstbestimmung wie möglich.
Pflege und Unterstützung im Alltag
Die pflegerische Versorgung übernimmt die AHK Pflegeteam GmbH. Auch die hauswirtschaftliche Versorgung und das Kochen werden durch die Pflegekräfte vor Ort organisiert.
Teilhabe am Alltag und Arbeitsleben
Ein wichtiger Schwerpunkt der WG Weser ist die Teilhabe am gesellschaftlichen und beruflichen Leben.
Bewohner:innen können beispielsweise bei Einkäufen, Arztbesuchen und Veranstaltungen begleitet werden. Ergänzend können Angebote des Betreuten Einzelwohnens beziehungsweise der Einzelfallhilfe genutzt werden.
Auch die Teilnahme am Arbeitsleben in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung kann weiterhin zum Alltag gehören. Damit geht es nicht nur um Pflege. Ziel ist es, bestehende Fähigkeiten, soziale Kontakte und möglichst viele Bereiche des eigenen Lebens zu erhalten.
Drei Gemeinschaftsbäder – zwei davon rollstuhlgerecht
Für die elf Bewohner:innen stehen insgesamt drei Gemeinschaftsbäder und drei WCs zur Verfügung.
Die Bewohnerzimmer verfügen nicht über ein eigenes Bad oder WC. Zwei der Badezimmer sind rollstuhlgerecht beziehungsweise als Pflege-Bäder geeignet.
WLAN und ein Telefonanschluss sind vorhanden. Fernsehen ist über WLAN möglich. Eine separate Notrufmöglichkeit direkt in den einzelnen Bewohnerzimmern gibt es nicht.
Barrierefrei im sechsten Obergeschoss
Die Wohngemeinschaft befindet sich im 6. Obergeschoss des rechten Aufgangs und ist barrierefrei über einen Aufzug erreichbar. Auch Parkmöglichkeiten stehen zur Verfügung. Innerhalb der WG sorgen großzügige Flächen und breite Bewegungsbereiche dafür, dass auch Menschen mit Rollstuhl ausreichend Platz haben. Damit verbindet die WG eine höhere Etagenlage mit barrierefreier Erreichbarkeit und großzügigen Räumlichkeiten.
Zentral in Alt-Hohenschönhausen
Die WG liegt an der Konrad-Wolf-Straße in unmittelbarer Nähe des Sportforums Hohenschönhausen.
In der Umgebung befinden sich ein Einkaufszentrum sowie Netto, Apotheke und Post. Gleichzeitig gibt es verschiedene Grün- und Freizeitangebote.
Dazu gehören unter anderem:
Sportforum Hohenschönhausen · Volkspark Prenzlauer Berg · Orankesee · Weißer See
Die Lage verbindet damit eine gute Versorgung im Alltag mit Möglichkeiten für Ausflüge und Aufenthalte außerhalb der WG.
Gute Anbindung mit der Tram
Die Wohngemeinschaft ist über die Tramlinien M5, M6 und M13 erreichbar.
Die nahegelegenen Haltestellen sind die Hohenschönhauser Straße und Sandinostraße.
Die gute Anbindung unterstützt sowohl die Mobilität der Bewohner:innen als auch regelmäßige Besuche von Angehörigen und anderen Bezugspersonen.
Angehörige beteiligen sich am Gemeinschaftsleben
An- und Zugehörige sind ausdrücklich willkommen und beteiligen sich aktiv am WG-Leben. Persönliche Beziehungen sollen auch nach dem Einzug bestehen bleiben. Pflege und Unterstützung werden organisiert, gleichzeitig bleiben Familie, Freund:innen und andere wichtige Bezugspersonen Teil des Lebens.
Die WG versteht sich dabei nicht als klassische Vollversorgung. Die Beteiligung von An- und Zugehörigen ist ausdrücklich erwünscht.
Ein geschützter Rahmen mit möglichst viel Eigenständigkeit
Die WG Weser verbindet einen geschützten Wohnrahmen mit möglichst viel persönlicher Freiheit. In der überschaubaren Gemeinschaft können individuelle Bedürfnisse und Vorlieben berücksichtigt werden. Bewohner:innen sollen ihren Alltag entsprechend ihrer Fähigkeiten mitgestalten und weiterhin am Leben außerhalb der WG teilnehmen können.